bestattung und mehr trauerzentrum

News

Vor Kurzem sorgte ein Berufungsurteil des Landgerichts Krefeld für Aufsehen. In dem Richterspruch hieß es, die Klägerin hätte keinen Anspruch auf Schmerzensgeld wegen der Umbettung der Urne des verstorbenen Vaters. In ihrem konkreten Fall seien die Persönlichkeitsrechte nicht schwerwiegend beeinträchtigt worden, so das Gericht in Nordrhein-Westfalen. Die Witwe hatte die Urne ohne Absprache aus dem Familiengrab entfernen lassen. Anschließend ließ sie die Asche in den Niederlanden im Rahmen einer Flussbestattung beisetzen. Inwiefern die Umbettung dem Willen des Ehemannes entsprach und überhaupt hätte genehmigt werden dürfen, ließ sich in dem Prozess nicht zweifelsfrei klären. Umbettungen nur in Ausnahmefällen möglich Bei der Frage nach einer...
Das Kammergericht Berlin hat vergangene Woche gegen die Eltern einer verstorbenen 15-Jährigen entschieden und damit das Urteil der Vorinstanz aufgehoben. Der Zugang zum Facebook-Konto des Mädchens zähle nicht zum Erbe, urteilten die Richter in zweiter Instanz. Sie beriefen sich dabei auf das Fernmeldegeheimnis, bei dem auch der Absender unter besonderem Schutz steht. Dieses aktuelle Urteil zu digitalen Nachlass-Fragen ist sehr bedeutsam. Das Berliner Kammergericht war sich offenbar des Präzedenzcharakters bewusst und hat zugunsten von Privatsphäre und Datenschutz entschieden. Das gültige Fernmeldegeheimnis im Telekommunikationsgesetz ist weitreichender als das Postgeheimnis. Die Anbieter von E-Mail-Plattformen oder sozialen Netzwerken sind also zur Geheimhaltung verpflichtet, solange...
„Drunter & drüber“, das Magazin für Endlichkeitskultur, bietet hochinteressanten Lesestoff für Bestatter und andere Zeitgenossen, die sich mit dem Thema Trauer, Tod und Sterben auseinandersetzen wollen. Denn bei dieser komplett werbefreien Zeitschrift gehört der Tod ins Leben und bekommt (s)einen Platz. Viele Autoren lassen in der druckfrischen vierten Ausgabe tief in ihre Seele blicken oder erklären uns beispielsweise herrlich unverfroren den Friedhof. Neben vielen interessanten Artikeln rund ums Sterben und Bestatten ist auch ein Gespräch mit Astrid Bechter-Boss, Projektmanagerin und Trauerbegleiterin bei ASPETOS, in dem Magazin zu finden. Frei nach dem Credo „Zum Trauern gehe ich ins Internet“ überzeugt sie den...
Das Wort „Selbstmord“ liest man tagtäglich in der Zeitung, hört es im Radio oder sieht es in den Fernsehnachrichten. Es ist omnipräsent, aber zugleich auch ein umstrittener Begriff, weil er dem Geschehenen oft nicht gerecht wird. Der deutsche Bundesverband Trauerbegleitung ruft daher die Medien zu einem sensibleren Umgang mit der Bezeichnung „Selbstmord“ auf. Hier der Wortlaut der Stellungnahme des Bundesverbandes Trauerbegleitung zur Verwendung des Begriffs „Selbstmord“ in den Medien (Hörfunk / Fernsehen / Print Medien): „Immer wieder wird seitens der Medien im Rahmen von Berichterstattungen in Zusammenhang mit Todesfällen durch Suizid der Terminus „Selbstmord“ bzw. „Selbstmörder“ benutzt. Dieser Begriff wird Menschen...
„Uns reizen außergewöhnliche, teils skurrile Themen und Geschichten. Die Themen, von denen man im ersten Moment kein Musical erwarten würde.“ Das sagen die Macher der Musicals „Sarg niemals nie“, Dominik Wagner und Jörn-Felix Alt. Sie beschäftigten sich in der Entwicklungsphase mit der Frage: Warum wird etwas tot geschwiegen, wenn es doch so zu unserem Leben gehört? Und sie fragten sich: Können wir dem Tod etwas Komisches abgewinnen? Überaus skurrile Handlung In der Tat, man kann auch traurige Dinge von einer anderen Seite betrachten. Das Musical „Sarg niemals nie“ beweist das und führt den Theaterbesucher humorvoll an das Thema heran. Die Handlung: Seit...
„Leben und Tod“, die Messe mit angeschlossenem Fachkongress, befindet sich 2017 schon im achten Jahr. Sie bietet am 12. und 13. Mai in der Messe Bremen wieder eine Vielzahl an Ausstellern sowie hochkarätige Vorträge und praxisnahe Workshops für Fachleute und Privatpersonen zu allen Bereichen des Lebens, Sterbens, der Trauer und des Abschieds. Zwar geht es an diesen beiden Tagen in erster Linie um ernste Dinge wie einen „Letzte Hilfe“-Kursus oder die Frage, ob Trauer pathologisch sein kann. Aber zum Schmunzeln gibt es auch allerhand. Denn der Mediziner und Komiker Dr. Eckart von Hirschhausen wird auch zugegen sein. Seine Stiftung „Humor hilft...